Bevölkerungsprognosen FAQ

Fragen und Antworten zu den jüngsten Bevölkerungsprognosen des Statistischen Amts für den Kanton Zürich (BP2017).

Grafiken und Tabellen dazu am Ende der FAQ-Liste, PDF-Datei mit Text und Grafiken zum Downloaden ganz am Ende des Webartikels.

Hinweise

Worum geht es bei den Bevölkerungsprognosen des Statistischen Amts?

Es handelt sich um regionalisierte Bevölkerungsprognosen für den Kanton Zürich. Sie haben den Zweck, die demografische Zusammensetzung und die räumliche Verteilung der Bevölkerung des Kantons in der näheren Zukunft zu schätzen. Fokus ist die Bevölkerung nach Heimat (Schweiz, Ausland), Geschlecht und Alter auf Ebene Kanton, Region und Bezirk. Es sind auch Aussagen auf Ebene Gemeinde möglich. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass die Unsicherheit der Schätzung zunimmt, je kleiner die Gebietseinheit ist.

Welches ist der jüngste Prognoselauf?

Die Bevölkerungsprognosen des Statistischen Amts werden regelmässig aktualisiert, in der Regel jährlich. Die jüngste Prognoserechnung stammt vom Juni 2017. Sie startet mit der Ausgangsbevölkerung per Ende 2016.

Die Bevölkerungszahlen stammen aus der kantonalen Bevölkerungserhebung (KBE) des Statistischen Amts und umfassen die zivilrechtliche Bevölkerung. Prognosehorizont ist das Jahr 2040.

Die Annahmen, die dem Prognoselauf 2017 zugrunde liegen, sind ähnlich dem mittleren Szenario des Bundes «AR-00-2015» (Referenzszenario, Mai 2016) für den Kanton Zürich. Wie beim letztjährigen Prognoselauf BP2016 wird davon ausgegangen, dass in der näheren Zukunft die Geburtenrate der Frauen leicht ansteigt, die Lebenserwartung weiter zunimmt, die Nettoeinwanderung aus dem Ausland der grösste Wachstumstreiber ist, sich aber abschwächt und die Einwohnerzahl 2040 bei gut 1,8 Millionen Personen liegen wird. Beim Prognoselauf BP2017 handelt es sich also im Wesentlichen um eine Aktualisierung. Gegenüber dem letztjährigen Prognoselauf BP2016 wurden aber einzelne Prognosebausteine überarbeitet und verbessert. Die Geburtenraten sind nun besser regionalisiert, und die Wanderungsbewegungen stützen sich nun auf den Wanderungsdaten der Jahre 2011─2015 ab (Quelle: STATPOP Bewegungen, BFS).

Ergebnisse Kanton (EK)

Wächst die Bevölkerung des Kantons weiter?

Unter den im Szenario «Trend ZHz» getroffenen Annahmen wächst die Bevölkerung weiter, von derzeit gut 1,48 Millionen (2016) auf rund 1,82 Millionen im Jahr 2040. Dies entspricht einem Wachstum um rund 340‘000 Personen respektive 23 Prozent. Dabei hält das Wachstum auch künftig durch Wanderungsgewinne und Geburtenüberschüsse an, schwächt sich aber ab. Grund dafür ist einerseits die rückläufige Nettoeinwanderung (Annahme). Andererseits führen die steigenden Sterbezahlen (geburtenstarke Jahrgänge im Rentenalter) auch bei konstanter Zuwanderung und stabilen Geburtenzahlen unweigerlich zu rückläufigen Wachstumsraten.

(Grafik EK1, Grafik EK2)

Wieso wächst die Bevölkerung?

Die Zürcher Bevölkerung wächst momentan besonders aufgrund von Wanderungsgewinnen mit dem Ausland. Die Wanderungsbilanz mit den übrigen Kantonen ist hingegen ausgeglichen bis leicht negativ. Daneben wächst die Bevölkerung aber auch durch Geburtenüberschuss, besonders wegen der zunehmenden Lebenserwartung. Die Grafik EK2 zeigt, wie sich die einzelnen Komponenten der Bevölkerung entwickeln. Dabei muss beachtet werden, dass einzelne Komponenten im Modell berechnet werden (Geburten, Sterbefälle, Binnenumzüge, Aussenwegwanderung), andere hingegen durch die Annahmen vorgegeben sind (Aussenzuwanderung).
Die Zahl der Geburten wird weiter zunehmen, einerseits wegen der Zuwanderung von jungen Menschen, andererseits weil die Geburtenrate der Schweizerinnen etwas ansteigt. Die Zahl der Sterbefälle wird künftig kräftig zunehmen, da die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach in die höheren Altersgruppen hineinwachsen. Weil die Sterbezahlen stärker steigen als die Geburtenzahlen, verringert sich der Geburtenüberschuss allmählich. Er wird sich aber erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts in einen Sterbeüberschuss kehren.
Der aktuell beobachte Trend der Aussenwanderungen setzt sich im verwendeten Szenario fort: Die Zahl der Zuwanderungen übertrifft jene der Wegwanderungen über den gesamten Prognosezeitraum. Der Aussenwanderungssaldo verringert sich aber langsam. Die Gesamtbilanz der demografischen Komponenten ergibt ein anhaltendes Wachstum. Es schwächt sich aber ab, da der Geburtenüberschuss mittelfristig rückläufig ist und zudem angenommen wird, dass sich die Nettoeinwanderung abschwächt.
Das Volumen der Umzüge innerhalb des Kantons (Binnenwanderungen) nimmt weiter zu und ist grösser als jenes der Zuzüge von aussen. Die Binnenwanderungen haben natürlich keinen direkten Einfluss auf das kantonale Bevölkerungswachstum, wohl aber auf die räumliche Verteilung der Bevölkerung und die Bevölkerungsstruktur.

(Grafik EK2)
 

Wie stark altert die Bevölkerung?

Die demografische Alterung, die bereits in den vergangenen Jahrzehnten ausgeprägt war, schreitet weiter voran:
Der Altersaufbau der Bevölkerung wird sich zu Gunsten älterer Altersklassen verschieben: Während der Anteil der unter 20-Jährigen stagniert, nimmt jener der Über-64-Jährigen stark zu.
Das Durchschnittsalter der Zürcher Bevölkerung wird bis 2040 voraussichtlich von 41,5 (2016) auf 44 Jahre ansteigen. Es nimmt zu, weil die «ältere» Hälfte der Alterspyramide deutlich schneller wächst als die «jüngere» Hälfte. Die Gruppe der 20- bis 39-Jährigen wächst bis 2040 hingegen nur moderat, trotz der Nettozuwanderung aus dem Ausland, da von unten weniger stark besetzte Jahrgänge nachrücken.
In den nächsten Jahrzehnten nimmt die absolute Zahl der 0- bis 19-Jährigen zwar zu, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung stagniert aber bei etwa 19 Prozent. Die Zahl und der Anteil der Über-64-Jährigen steigt hingegen markant an. Ab etwa 2030 leben mehr «Alte» als «Junge» im Kanton. Pensionierte machen einen immer grösseren Teil der Bevölkerung aus, weil die geburtenstarken Jahrgänge aus der Nachkriegszeit nun laufend ins Rentenalter kommen. Die Zahl der 80+-Jährigen wird sich bis 2040 gegenüber heute verdoppeln, und auch jene der 65- bis 79-Jährigen wird um die Hälfte zulegen. Dies hängt auch direkt mit der steigenden Lebenserwartung zusammen. Der Altersquotient, definiert als das Verhältnis der über 65-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen, steigt von 27 (2016) auf 38 (2040). Die wirtschaftlich aktiven Personen werden künftig weniger durch die Jungen als durch die Alten belastet. Heute entfallen im Kanton Zürich auf eine Person im Rentenalter etwa 3,7 Personen im erwerbsfähigen Alter, 2040 wird dieses Verhältnis noch bei 1 zu 2,6 liegen. In den vergangenen Jahren lag der Gesamtquotient stets bei rund 58, weil sich der sinkende Jugendquotient und der steigende Altersquotient kompensierten. Künftig wird der Gesamtquotient aber stark ansteigen, bis 2040 auf rund 72.
(Grafik EK3, Grafik EK4, Grafik EK5)

Ergebnisse Regionen (ER)

Welche Regionen wachsen?

Die Bevölkerungszahl nimmt in sämtlichen Regionen zu, aber unterschiedlich stark. Am stärksten wachsen bis 2040 das Limmattal mit 32 und das Furttal mit 29 Prozent. Prozentual am wenigsten wächst das Unterland, aber auch hier sind es rund 18 Prozent. In absoluten Zahlen legt die Stadt Zürich mit knapp 90‘000 Personen am stärksten zu, vor dem Raum Winterthur, dem Glattal und dem Oberland.
(Tabelle ER1, Grafik ER1)
 

Wieso wächst die Bevölkerung in den Regionen unterschiedlich?

Sämtliche Regionen wachsen durch Wanderungsgewinne. Die Stadt Zürich hat relativ hohe Wanderungsgewinne mit dem Ausland wie auch mit der übrigen Schweiz, verliert aber durch Wegzüge Einwohner an ihr Zürcher Umland. Dadurch gewinnen die übrigen Regionen insbesondere Einwohner durch innerkantonale Umzüge. Die Mehrheit der Regionen wächst zusätzlich durch Geburtenüberschüsse. Dies trifft besonders auf die Stadt Zürich zu, aber auch die Regionen Winterthur und Umgebung, Glattal und Limmattal weisen namhafte Geburtenüberschüsse auf. In der Region Pfannenstil wird sich hingegen der Geburtenüberschuss in den nächsten Jahren in einen Sterbeüberschuss kehren, bis 2040 allenfalls auch in den Regionen Weinland, Zimmerberg und Knonaueramt.

Altern die Regionen unterschiedlich?

Wie sich die Altersstruktur in den einzelnen Regionen verändern wird, hängt stark von der heutigen Bevölkerungsstruktur ab. Denn die Bevölkerung in den Zürcher Regionen ist nicht überall gleich alt. Während das Durchschnittsalter im Furttal gut 40 Jahre beträgt, liegt es auf dem Pfannenstil vier Jahre höher. Die wichtigsten Ursachen dafür sind zum einen die regionalen Unterschiede in der soziodemografischen Struktur und zum anderen die Agglomerationsentwicklung in den vergangenen Jahrzehnten. Die Regionen werden in Zukunft unterschiedlich altern. Ländliche Regionen, die heute jung sind, altern am schnellsten. Es lassen sich fünf Grundtypen der Entwicklung identifizieren, im Folgenden erklärt anhand der Altersmasszahl «Durchschnittsalter»:
1. Stadt Zürich
Die Stadt Zürich wies Mitte der Neunzigerjahre klar das höchste Durchschnittsalter aller Regionen auf, seither hat sich die Bevölkerung aber verjüngt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung bleibt momentan ziemlich stabil, erst ab 2025 steigt es wieder an. Es wird aber 2040 immer noch niedriger sein als 1995. Die Bevölkerung altert derzeit kaum, dies aufgrund des momentanen Altersaufbaus und wegen der Zuwanderung junger Menschen.
2. Zimmerberg, Pfannenstil
Das Durchschnittsalter ist in diesen Regionen gegenwärtig höher als im kantonalen Mittel. Es steigt künftig kontinuierlich an und bleibt stets überdurchschnittlich. Die einkommensstarken Seegemeinden altern weiter, dies aber in moderatem Tempo, da aufgrund ihrer Altersstruktur in nächster Zeit überdurchschnittlich viele Betagte sterben werden.
3. Limmattal, Glattal, Winterthur und Umgebung
Das Durchschnittsalter entwickelt sich etwa im kantonalen Mittel, im Limmattal wird es in den nächsten Jahrzehnten darunter liegen. Die Regionen umfassen viele Agglomerationsgemeinden mit eher junger Bevölkerung und zum Teil höherem Ausländeranteil. Sie altern aufgrund der Altersstruktur langsamer als die übrigen Regionen, das Limmattal besonders wegen seiner dynamischen Entwicklung.
4. Furttal, Unterland
Die Bevölkerung dieser Regionen ist jünger als der kantonale Schnitt, sie altert in den nächsten Jahrzehnten aber markant. Das Durchschnittsalter wird sich im Furttal bis 2040 dem kantonalen Mittelwert annähern, im Unterland wird es ihn gar übertreffen. Es handelt sich um eher ländliche Regionen, in denen viele Vertreter der geburtenstarken Jahrgänge leben. Diese sind vor Jahren aufs Land gezogen, um eine Familie zu gründen, und wachsen nun ins Rentenalter hinein. Dass die demografische Alterung bei gedämpftem Bevölkerungswachstum schneller verläuft als bei dynamischem, zeigt sich im Unterland.
5. Oberland, Knonaueramt, Weinland
Ähnlich wie Typ 4. Die Bevölkerung dieser Regionen altert in den nächsten Jahrzehnten ebenfalls deutlich. Der Unterschied besteht darin, dass das Durchschnittsalter bereits heute im kantonalen Mittel liegt und es künftig deutlich übertreffen wird.
Heute ist der Pfannenstil diejenige Region mit dem höchsten Durchschnittsalter, wobei sich bis 2040 auch das Weinland dazu gesellen wird. Am niedrigsten ist das Durchschnittsalter gegenwärtig im Furttal. Das Furttal wird auch 2040 zu den jüngsten gehören, noch jünger wird dannzumal aber die Bevölkerung der Stadt Zürich und des Limmattals sein.
(Grafik ER2, Tabelle ER2)
 

Wie verteilt sich die Bevölkerung auf die Handlungsräume?

In den letzten zehn Jahren machte das Bevölkerungswachstum in den Handlungsräumen 1 und 2 (Stadtlandschaft, urbane Wohnlandschaft) etwa 76 Prozent des Gesamtwachstums aus und jenes in den übrigen Handlungsräumen 24 Prozent. Gemäss den gemachten Annahmen finden bis 2040 über 80 Prozent des Bevölkerungswachstums in den beiden Handlungsräumen «Stadtlandschaft» und «Urbane Wohnlandschaften» statt und weniger als 20 Prozent in den übrigen drei Handlungsräumen.
(Grafik ER3, Tabelle A2)
 

Annahmen, Hypothese (A)

Welche Hypothese steckt dahinter?

Das Modell beruht auf einem einzigen Szenario namens «Trend ZHz». Es ist ein Szenario, das den derzeitigen Entwicklungstrend in die Zukunft fortschreibt. Es geht von der Annahme aus, dass es in nächster Zeit nicht zu wirtschaftlichen, politischen oder gesellschaftlichen Umwälzungen kommen wird. Es setzt voraus, dass der Kanton Zürich weiterhin als Wohn- und Arbeitsort attraktiv ist, und dass gleichzeitig Wohnraum verfüg- und bezahlbar bleibt. Das Szenario zeichnet jene Variante, die aus heutiger Sicht die wahrscheinlichste künftige Entwicklung beschreibt.
Das Szenario «Trend ZHz» geht grundsätzlich von ähnlichen Annahmen aus wie das mittlere Szenario «AR-00-2015» des Bundes für den Kanton Zürich (Bundesamt für Statistik, Mai 2016, Referenzszenario, Prognosehorizont 2014─2045). Unsere Prognosen sind damit auch in das mittlere Szenario des Bundes für die Schweiz eingebettet («A-00-2015», Bundesamt für Statistik, Juni 2015, Prognosehorizont 2014─2045). Darüber hinaus macht das Statistische Amt spezifische Annahmen zur Entwicklung in den einzelnen Teilräumen des Kantons Zürich.
 

Welche Annahmen werden zur Demografie getroffen?

Im Modell werden die Trends der letzten Jahre in die nähere Zukunft fortgeschrieben. Wir gehen von folgenden zentralen Annahmen aus:
• Die Geburtenrate der Frauen steigt leicht an. Bei den Schweizerinnen nimmt sie leicht zu, bei den Ausländerinnen leicht ab.
• Die Lebenserwartung steigt weiter an.
• Der Kanton wächst weiterhin aufgrund von Wanderungsgewinnen mit dem Ausland. Die Wanderungsgewinne schwächen sich im Verlaufe der nächsten Jahre aber ab.
• Die Wanderungsbilanz mit der übrigen Schweiz bleibt leicht negativ.
Die Annahmen im Einzelnen sind:
• Geburtenhäufigkeit
Die Geburtenhäufigkeit steigt im Kanton Zürich leicht an. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau steigt von 1,53 (2015) auf 1,55 Kinder pro Frau (2040). Die Geburtenrate der Schweizer Frauen steigt in diesem Zeitraum von 1,40 auf 1,45 Kinder pro Frau, jene der ausländischen Frauen sinkt von 1,91 auf 1,81 Kinder pro Frau. Das mittlere Alter der Mütter bei Geburt der Kinder steigt von 32,2 (2015) auf 33 Jahre (2040). Bei den Schweizerinnen steigt es bis 2040 von 32,4 auf 33,3 Jahre, bei den Ausländerinnen von 31,7 auf 32,7 Jahre. Um regionale Einflussfaktoren zu berücksichtigen, werden bei der Geburtenhäufigkeit drei verschiedene Gebietstypen unterschieden. Die
Geburtenrate liegt in der Stadt Zürich unterhalb des kantonalen Mittels, in den Teilgebieten «Agglomeration» und «See» leicht und im Teilgebiet «Land» stärker über dem kantonalen Mittel.
• Lebenserwartung
Die Lebenserwartung steigt weiter an. Die Lebenserwartung bei Geburt steigt bei den Frauen von 85 (2015) auf 88,4 Jahre (2040), bei den Männern von 81,5 auf 85,4 Jahre.
• Einbürgerungen
Die Einbürgerungsrate nimmt bis 2040 gegenüber heute leicht ab. Gegenwärtig erhalten jährlich rund zwei Prozent der ausländischen Staatsangehörigen das schweizerische Bürgerrecht, bis 2040 reduziert sich diese Rate auf 1,6 Prozent.
• Aussenwanderungen
Die Bevölkerung wächst weiterhin durch Wanderungsgewinne mit dem Ausland, die aber abnehmen. Die jährliche Nettoeinwanderung von ausländischen Personen aus dem Ausland sinkt von 12'000 (2016) auf rund 9'500 Personen 2030 und ist bis 2045 weiter rückläufig. Die Wanderungsbilanz von Schweizern mit dem Ausland bleibt stets leicht negativ. Die internationale Wanderungsbilanz um 2030 entspricht etwa jener um das Jahr 2000. Die jährliche Wanderungsbilanz mit den übrigen Kantonen liegt über den gesamten Prognosezeitraum bis 2040 bei rund -500 Personen, ist also negativ.
(Grafik A1, Grafik A2, Grafik A3, Tabelle A1)
 

Wie verteilt sich die Bevölkerung räumlich?

Die Prognoserechnungen im Grundmodell ergeben für jedes Prognosejahr den Bestand und die Struktur der Bevölkerung für den Kanton Zürich als Ganzes. Was aber noch mehr interessiert ist, wie sich die Bevölkerung auf die einzelnen Teilgebiete verteilt. Dazu müssen weitere Annahmen, auf Ebene Region und Gemeinde, getroffen werden. Es sind dies zuerst einmal zusätzliche Annahmen zu den Wanderungsbewegungen mit dem Aussenraum sowie zu jenen innerhalb des Kantons. Als Grundlage wird dabei das innerkantonale Wanderungsmuster verwendet, im Modell als Binnenwanderungsmatrix zwischen den sechs Gebietstypen im Mittel der Jahre 2011 bis 2015 abgebildet.
Die Annahmen zum innerkantonalen Wanderungsverhalten lauten:
• Binnenwanderungen
Das Muster der Wanderungsbewegungen innerhalb des Kantons bleibt in den wesentlichen Zügen unverändert. Die in den letzten Jahren beobachtete räumliche Verteilung der Binnenwanderung wird in die Zukunft fortgeschrieben.
(Grafik A4)
 

Welche Annahmen werden zur Siedlungsentwicklung getroffen?

Das Muster der Wanderungsbewegungen, wie es sich in den letzten Jahren gezeigt hat, dürfte sich künftig aufgrund von Kapazitätsrestriktionen in gewissen Teilgebieten verändern. Dies führt im Modell dazu, dass in einzelnen Gebieten die Annahmen zur künftigen Siedlungsentwicklung das Wachstum etwas dämpfen. Aufgrund der Vorgabe der kommunalen Einwohnerpotenziale werden die Binnenwegzugswahrscheinlichkeiten modellintern modifiziert.
Woher stammen die Annahmen zur künftigen Siedlungsentwicklung? Im Raumordnungskonzept des Kantons (ROK) ist das Kantonsgebiet in fünf Handlungsräume, die sich unterschiedlich entwickeln sollen, unterteilt. Gemäss diesem Konzept sollen künftig mindestens 80 Prozent des Bevölkerungswachstums in den Handlungsräumen 1 und 2 (Stadtlandschaft, urbane Wohnlandschaft) stattfinden und höchstens 20 Prozent in den übrigen drei Handlungsräumen (Landschaft unter Druck, Kulturlandschaft, Naturlandschaft). Während grundsätzlich in allen Gemeinden ein Bevölkerungswachstum möglich ist, sollen sich die urbanen Lebensräume dynamisch bis massvoll und die ländlichen Lebensräume eher zurückhaltend entwickeln. Dabei sollen die Möglichkeiten zur Innenentwicklung besser genutzt werden: Die bestehende Nutzungsdichte soll in den Handlungsräumen 1 und 2 erhöht werden, jene in den übrigen drei Handlungsräumen hingegen unverändert bleiben.
Im Rahmen des Prognosemodells werden zur möglichen Nutzung der vorhandenen Siedlungsentwicklungsreserven folgende Annahmen getroffen:
• Verteilung auf die Handlungsräume
Rund 83 Prozent des Bevölkerungswachstums bis 2040 finden in den Handlungsräumen 1 und 2 statt, 17 Prozent dagegen in den übrigen drei Handlungsräumen. In den vergangenen zehn Jahren lag das Verhältnis bei etwa 76:24.
In die Beurteilung der Siedlungsentwicklungsreserven fliessen zudem Annahmen über die zukünftige Nutzungsdichte in den Gemeinden des Kantons ein. Abhängig vom Handlungsraum wird dabei von einer Erhöhung der Nutzungsdichte in bereits überbauten Gebieten sowie von einer besseren Ausnutzung noch unbebauter Gebiete ausgegangen:
• Erhöhung der Nutzungsdichte je nach Zugehörigkeit zum Handlungsraum
In den Handlungsräumen 1 und 2 wird die Nutzungsdichte in noch nicht überbauten Bauzonen um 20 Prozent, in bereits überbauten Bauzonen ─ je nach vorliegender gemeindespezifischer Nutzungsdichte ─ um 7,5 bis 12,5 Prozent erhöht.
In den übrigen drei Handlungsräumen bleibt die Nutzungsdichte gegenüber heute unverändert.
Im Modell wird folgende vereinfachte Annahme getroffen: Jede Gemeinde hat ein Siedlungsentwicklungspotenzial, welches sie bis 2040 ausnutzt. Das Potenzial wird in allen Gemeinden gleich schnell verbraucht. Die Bevölkerungsentwicklung verläuft entsprechend der Siedlungsentwicklung. Das heisst für das Modell: Das errechnete Einwohnerpotenzial wird bis 2040 ausgeschöpft, und dies in jeder Gemeinde, im gleichen Tempo (gleicher prozentualer «Verbrauch»). Die Einwohnerpotenziale werden parallel zum Tempo der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung in den ersten Jahren stärker «aufgebraucht», in den späteren Jahren verlangsamt (siehe Bucher 2014).
(Grafik A5, Tabelle A2)
 

Methodik (M)

Wie wird die Prognose gerechnet?

Das Prognosemodell basiert auf der sogenannten Kohorten-Komponenten-Methode, nach der ein vorgegebener Ausgangsbestand der Bevölkerung aufgrund von natürlichen Bewegungen (Geburten, Sterbefälle) und Wanderungsbewegungen (Zu- und Wegzüge) Jahr für Jahr fortgeschrieben wird.
Die Bevölkerung eines Gebietes wächst durch Geburten und Zuzüge und sie schrumpft durch Sterbefälle und Wegzüge. Einbürgerungen und Bürgerrechtswechsel bei der Geburt bewirken keine absoluten Veränderungen, wirken sich aber auf die Struktur der Bevölkerung aus.
Im Modell wird der Bevölkerungsbestand des Kantons grundsätzlich über die Aussenwanderung gesteuert und die innerkantonale Verteilung anhand des in den letzten Jahren beobachteten regionalen Wanderungsmusters. Um die Aussagekraft des Prognosemodells für die kleinräumige Bevölkerungsentwicklung zu erhöhen, sind Annahmen zur künftigen Siedlungsentwicklung ins Modell eingeflossen. Im Modell werden Kapazitätsgrenzen in Form von Einwohnerpotenzialen vorgegeben, was dazu führt, dass die regionalen Wanderungsmuster modellintern modifiziert werden. Bei der Modellierung war entscheidend, dass das Modell trotz der Kapazitätsvorgaben die kleinräumigen Veränderungen der Bevölkerungsstruktur plausibel abbildet.
 

Wie ist das Prognosemodell räumliche und sachlich differenziert?

Untersuchungsgebiet ist der Kanton Zürich mit seinen 168 Gemeinden (Gebietsstand per 31.12.2016), Aussenräume sind die übrige Schweiz und das Ausland. Die Bevölkerung ist differenziert nach Heimat (Schweiz, Ausland), Geschlecht und 100 Einjahresaltersklassen (0 bis 99+ Jahre). Gerechnet wird also für jede Gebietseinheit mit 400 Kohorten (2 x 2 x 100). Um den Aufwand für die Datenaufbereitung zu reduzieren und die statistische Zuverlässigkeit zu erhöhen, sind Gemeinden mit ähnlichen demografischen Mustern zu Gebietstypen zusammengefasst. Bei den Wanderungen werden sechs, bei den Geburten drei Gebietstypen unterschieden (Gebietstypen).

Mit welcher Prognosesoftware wird gerechnet?

Prognosesoftware ist SIKURS. Dieses Tool stammt von KOSIS, dem Verbund der deutschen Städtestatistiker. Für den Prognoselauf 2017 wurde SIKURS in der Version 10.1 verwendet (siehe: SIKURS 2017, Städtestatistik im Internet).

Wie ist das Grundprinzip des vorliegenden Prognosemodells?

Die Grundvariante der Software SIKURS ist in der Regel ein Prognosemodell mit natürlichen Bevölkerungsbewegungen, Aussenwanderungen sowie Binnenwanderungen, und der Prognoseansatz ist grundsätzlich stromorientiert. Damit lässt sich eine Prognoserechnung auf Ebene Kanton oder Regionen realisieren. Schwieriger ist eine Prognose, die den Anspruch hat, kleinräumigere Ergebnisse zu liefern. Hier müssen weitere, bis auf Ebene Gemeinden reichende Annahmen ins Modell einfliessen. SIKURS bietet da verschiedene zusätzliche Prognosebausteine an. Denn SIKURS ist wie ein Baukasten, mit dem sich je nach Fragestellung unterschiedliche Prognosevarianten zusammenstellen lassen.
Bei den vorliegenden Prognosen wird der Prognosebaustein «Eckwerte» verwendet. Die Idee ist, dass das Modell momentane, hypothetische Entwicklungsgrenzen für die Gebietseinheiten mit einbezieht. Dazu wurde modellextern das Einwohnerpotenzial jeder Gemeinde anhand von Annahmen zur künftigen Siedlungsentwicklung geschätzt. Diese Einwohnerpotenziale fliessen nun in Form von Eckwerten ins Modell ein. Damit wird der grundsätzlich stromorientierte Ansatz mit einem kapazitätsorientierten Ansatz kombiniert, was eine Steuerung der Wachstumsdynamik ermöglicht.
Um Eckwerte ins Modell einbauen zu können, ohne dass dadurch wesentliche Modellparameter stark verändert werden, ist ein mehrstufiger Modellansatz notwendig. Das Modell wurde deshalb in mehreren Schritten aufgebaut (siehe: Bucher 2014):
1. Regionales Modell, gesteuert durch die Aussenwanderung, ermöglicht die Grobverteilung des Wachstums.
2. Zwischenschritt, als Vorbereitung für den «Einbau» der Einwohnerpotenziale: Anpassung der Aussenwegzugsraten nach Aussentyp und Heimat.
3. Kommunales Modell, mit Einwohnerpotenzialen, ermöglicht die Feinverteilung des Wachstums.
Die kantonale Bestandesentwicklung ergibt sich aus dem regionalen Modell in Schritt eins. In Schritt drei gilt das Hauptinteresse vor allem der Entwicklung der Bestandes- respektive Altersstruktur der Bevölkerung in den einzelnen Gebieten. Die Ergebnisse des kommunalen Modells stellen das Endergebnis der Prognose dar.
 

Wieso wurde das Modell mit Einwohnerpotenzialen ergänzt?

Das Wanderungsmuster wird grundsätzlich in die Zukunft fortgeschrieben. Es dürfte sich aber in naher Zukunft etwas ändern, da nicht mehr in allen Gebieten die gleiche Entwicklung möglich ist wie bis anhin. Die Problematik ist nämlich die: Die Mehrheit der Gemeinden des Kantons verzeichnete in der Vergangenheit ein stetes Bevölkerungswachstum. Begünstigt durch ausreichende Baulandreserven waren die Entwicklungsmöglichkeiten der Gemeinden gross. Die hohe Bautätigkeit seit Mitte der 1990er Jahre zeigt deutlich, dass von diesen Entwicklungsmöglichkeiten auch Gebrauch gemacht wurde. Die 2012 angenommene Kulturlandinitiative sowie die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes verdeutlichen jedoch, dass die Bevölkerung eine Trendwende in der Siedlungsentwicklung erwartet. Beide Initiativen stärken den Schutz des Kulturlandes und lenken die Siedlungsentwicklung nach innen.
Darüber hinaus hat das starke Wachstum der vergangenen Jahre dazu geführt, dass die Baulandreserven in manchen Gemeinden langsam zur Neige gehen. Für einige Gemeinden bedeutet dies, dass ein Bevölkerungswachstum in der Geschwindigkeit der letzten 10 bis 15 Jahre keine realistische Annahme mehr ist.
 

Wie werden Wanderungsbewegungen abgebildet?

Bei der Berechnung der Wanderungsbewegungen ist es nicht sinnvoll, sämtliche Wanderungsverflechtungen zwischen allen Teilgebieten abzubilden. Einerseits wird der Aufwand für die Aufbereitung grösser, andererseits sinkt gleichzeitig die statistische Zuverlässigkeit der Prognose. Aus diesem Grund werden im vorliegenden Modell Wanderungsannahmen für sechs Gebietstypen getroffen. Sie folgen einer Raumgliederung, die sich an Merkmalen wie Agglomerationsentwicklung, Lage, Einkommensstärke und Immobilienmarkt orientiert.


Sechs Gebietstypen für Wanderungen (Binnentypen)
1 ZÜRICH: Stadt Zürich (Einwohnerzahl Ende 2016: 401'144)
2 SEE: Gemeinden des linken und rechten Zürichseeufers mit direktem Seeanstoss (180'609)

AGGLOMERATION: Gemeinden abseits des Zürichsees, die 1980 zur Agglomeration Zürich gezählt wurden, sowie die Stadt Winterthur. Im vorliegenden Modell wird dieser Raum, aufgrund der hohen Bevölkerungszahl, dreigeteilt:

3 AGGLOMERATION Nord:
Teilräume Dietikon-Adliswil, Kloten-Bülach, Effretikon-Dübendorf (417'970)
4 AGGLOMERATION Ost: Teilraum Uster-Wetzikon (164'568)
5 WINTERTHUR: Teilraum Stadt Winterthur (109'377)

6 LAND: übrige Zürcher Gemeinden (208'335)
Die einzelnen Gebietstypen sind in sich recht homogen, was die Struktur der Bewohner, die Art der Bebauung und die Verkehrsanbindung betrifft. Gleichzeitig unterscheiden sie sich im Wanderungsverhalten der Bevölkerung. Im Modell stehen die sechs Gebietstypen im Wanderungsaustausch mit zwei Aussentypen, einerseits der übrigen Schweiz, andererseits dem Ausland.
(Grafik M1)
 

Wie wird die Geburtenhäufigkeit abgebildet?

Der Berechnung der Geburten werden drei Gebietstypen zugrunde gelegt:


Drei Gebietstypen für Geburtenhäufigkeit
1 ZÜRICH: Stadt Zürich (Einwohnerzahl Ende 2016: 401'144)
2 SEE / AGGLOMERATION: Gemeinden des linken und rechten Zürichseeufers sowie übrige Agglomerationsgemeinden, inkl. Stadt Winterthur (872'524)
3 LAND: übrige Zürcher Gemeinden (208'335)


Eine Regionalisierung der Geburtenraten ist notwendig, da zwischen den einzelnen Gebieten namhafte Unterschiede im Geburtenverhalten vorliegen. So hat die Stadt Zürich insgesamt, ungeachtet der quartierspezifischen Unterschiede, niedrigere Geburtenraten als das umliegende Agglomerationsgebiet und viel niedrigere als die Landgemeinden.
(Grafik M1)
 

Welches sind die Datengrundlagen?

Datenquelle für den Bevölkerungsbestand sind die kantonalen Bevölkerungserhebungen des Statistischen Amts (KBE). Für die Berechnung der Raten und Quoten dienen die Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegungen (BEVNAT), die Statistik des jährlichen Bevölkerungsstandes (ESPOP, bis 2010), die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP, STATPOP Bewegungen, Jahre 2011 bis 2015) sowie die kantonalen Bevölkerungsszenarien des Bundes (Referenzszenario «AR-00-2015», Mai 2016), allesamt vom Bundesamt für Statistik. Die Zahlen zur Bauzonenstatistik stammen vom Amt für Raumentwicklung des Kantons Zürich. Die Berechnung der Einwohnerpotenziale erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen Statistischem Amt und Amt für Raumentwicklung (Schätzung März 2017). Bei den demografischen Grundlagen besonders gewichtet sind Daten der letzten paar Jahre, eingebaut die Registerdaten der Jahre 2011 bis 2015. Damit beruhen die Prognosebausteine und die Annahmen mehrheitlich auf aktuellen Grundlagen.
Im Modell wird mit der Bevölkerung nach zivilrechtlichem Wohnsitz, gemäss kantonaler Bevölkerungserhebung, gerechnet. Sie umfasst Personen mit Hauptwohnsitz in der Gemeinde. Dazu gehören einerseits sämtliche Personen mit Schweizer Staatsbürgerschaft. Bei den Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft sind es alle mit Aufenthaltsbewilligung B oder C. Von den übrigen Kategorien sind es jene, die seit mindestens zwölf Monaten ununterbrochen in der Gemeinde gemeldet sind. Nicht dazu zählen hingegen Personen im Asylprozess.
 

Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen der Prognose?

Prognosen sind grundsätzlich mit Unsicherheiten behaftet. Die Unsicherheit der Prognosewerte ist umso grösser, je kleiner die ausgewiesenen Werte sind und je weiter das Prognosejahr in der Zukunft liegt. Mit zunehmender Regionalisierung werden Vorausrechnungen schwieriger und unsicherer, weil die Zahl der potenziellen Wanderungsbeziehungen zunimmt.
Eine Bevölkerungsprognose ist eine Modellrechnung, welche die demografische Entwicklung unter bestimmten Annahmen fortschreibt. Die Annahmen beruhen dabei auf einer Analyse der bisherigen Entwicklung. Sie sind grundsätzlich als Wenn-dann-Aussagen für ein Szenario zu verstehen: Wenn die zu Grunde gelegten Annahmen des Szenarios eintreffen, dann ist mit der beschriebenen Entwicklung zu rechnen.
 

Datenbestellung, Literatur

Welche Daten sind erhältlich?

Ein Excelfile mit einer Auswahl von Prognoseergebnissen auf Ebene Kanton, Region und Bezirk kann hier heruntergeladen werden.
Einen detaillierten Datensatz mit Bevölkerungsprognosedaten auf Ebene Kanton, Bezirk und Region können Sie bei uns für CHF 170.- (exkl. MWSt.) bestellen:
Regionalisierte Bevölkerungsprognosen für den Kanton Zürich 2016–2040, Szenario «Trend ZHz», Prognoselauf BP2017 (Juni 2017)
Excel-Datei mit Tabellen, Grafiken, Indikatoren. Räumliche Differenzierung: Kanton Zürich insgesamt, 11 Regionen, 12 Bezirke. Sachliche Differenzierung: nach Geschlecht (m, w) und Alter (20 Fünfjahresaltersklassen). Zeithorizont: 1995 – 2016 (effektive Werte gemäss kantonalen Bevölkerungserhebungen), 2017–2040 (Prognosemodell BP2017) in Fünfjahresschritten.
Die Daten liegen grundsätzlich auf Ebene Gemeinde vor. Auf Wunsch können wir Daten auf Ebene Gemeinde oder Gemeindegruppe aufbereiten. Wir können auch Variantenberechnungen durchführen. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, damit wir Ihnen eine Offerte unterbreiten können.


Anfrage zu den Daten respektive Datenbestellung an:
Statistisches Amt des Kantons Zürich, Datashop, Joaquin Ferrer,
datashop@statistik.zh.ch, 043 259 7500

Fragen zu Ergebnissen, Annahmen, Methodik respektive kundenspezifischen Prognoserechnungen an:

Statistisches Amt des Kantons Zürich, Analysen & Studien, Hans-Peter Bucher, hanspeter.bucher@sttatistik.ji.zh.ch, 043 259 7553
 

Gibt es weiterführende Angaben zur Methodik?

Weiterführende Angaben zur Methodik siehe:
Bucher H.P. 2014: Regionalisierte Bevölkerungsprognosen für den Kanton Zürich. Prognosemodell 2014 mit Einwohnerkapazitäten. Statistisches Amt des Kantons Zürich, statistik.info 2014/6, 39 S. Mit den Annahmen und Ergebnissen des Prognoselaufes aus dem Jahre 2014.

Informationen
zur verwendeten Prognosesoftware:

SIKURS 2017: Städtestatistik im Internet. SIKURS ─ Kleinräumige Bevölkerungsprognose. KOSIS-Verbund.
http:// www.staedtestatistik.de/sikurs.html

Datenaufbereitung und Visualisierung:

Die Aufbereitung der Prognosebausteine (Inputdaten) sowie die Auswertung und Visualisierung der Ergebnisse (Outputdaten) erfolgen mit der Software R.

https://cran.r-project.org/


 

Gibt es weitere amtliche Bevölkerungsprognosen für Gebiete des Kantons?

Neben dem Statistischen Amt des Kantons Zürich rechnen weitere Statistische Ämter Bevölkerungsprognosen für Gebiete des Kantons Zürich. In den wesentlichen Eckpunkten ist das kantonale Modell des Statistischen Amts mit diesen Modellen kompatibel.
Bundesamt für Statistik 2016: Kantonale Bevölkerungsszenarien, Prognosehorizont 2045, Bestand und Struktur auf Ebene Kanton. Referenzszenario (Mittleres Szenario) «AR-00-2015» für den Kanton Zürich (Mai 2016). Zusätzlich dazu rechnet das BFS mit weiteren Szenario-Varianten («hohes Szenario», «tiefes Szenario»)
Statistik Stadt Zürich 2017: Bevölkerungsszenarien Stadt Zürich, Prognosehorizont 2030, Bestand und Struktur auf Ebene Quartiere Stadt Zürich. Mittleres Szenario. SSZ rechnet mit zwei weiteren Szenarien, einem oberen und einem unteren.
Stadtentwicklung Winterthur 2014: Bevölkerungsprognose Stadt Winterthur, Prognosehorizont 2038, Bestand und Struktur Stadt Winterthur. Szenario «Begrenzung».

Stand 19. Juni 2017


 

Grafiken und Tabellen: untenstehend, bitte scrollen

Literatur zum Downloaden am Ende 

Grafik EK1

Grafik EK2

Grafik EK3

Grafik EK4

Grafik EK5

Tabelle ER1

Grafik ER1

Grafik ER2

Tabelle ER2

Grafik ER3

Grafik A1

Grafik A2

Grafik A3

Tabelle A1

Grafik A4

Grafik A5

Tabelle A2

Grafik M1

Literatur

Vorliegender Text inkl. Grafiken als pdf-Datei

siehe auch: Artikel zu den Prognosen im ZUP

Wie die Zürcher Bevölkerung bis 2040 wächst (Zürcher Umweltpraxis ZUP 2017, Nr. 88) 

http://www.kofu-zup.ch/asp/db/pdf/ZUP88-17_Bevoelkerungsprognose.pdf

Detaillierte Beschreibung der Methodik: statistik.info zum Prognosemodell aus dem Jahre 2014