In der Familienphase ein Haus

18.07.2019 - Mitteilung

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Nach 30 wächst der Wunsch, Wohneigentum zu kaufen. Auf einen einfachen Nenner gebracht gilt dabei: Einfamilienhäuser sind vor allem interessant für Familien, während Eigentumswohnungen alle Altersgruppen ansprechen.

Wohneigentum ist beliebt im Kanton Zürich: Zwischen 2008 und 2018 wechselten auf dem freien Markt 74’000 Objekte die Hand. Gut ein Drittel davon waren Einfamilienhäuser, zwei Drittel Eigentumswohnungen. Räumlich verteilten sich die Immobilientransaktionen über das ganze Kantonsgebiet. Einer der «Hotspots» sowohl für den Kauf von Häusern als auch von Wohnungen war das Oberland. Und auch die Stadt Zürich, eigentlich eine Miethochburg, verzeichnete sehr viele Eigentumsübertragungen, allerdings nur bei den Wohnungen.

Je nach Alter Haus oder Wohnung

Wer sich Wohneigentum zulegt, tut dies häufig zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr, also in der sogenannten Familienphase. Dies betrifft besonders den Erwerb von – nomen est omen – Einfamilienhäusern; denn drei Viertel aller Personen, die im Kanton Zürich ein Haus kaufen, befinden sich in diesem Lebensabschnitt. Bei den Eigentumswohnungen ist es hingegen nur die Hälfte. Wohnungen werden oft auch nach 50 gekauft, etwa kurz vor oder nach der Pensionierung. Immerhin 15 Prozent all jener, die zwischen 2008 und 2018 eine Eigentumswohnung kauften, erwarben ihr neues Zuhause erst im Rentenalter. Zum Vergleich: Unter den Hauskäuferinnen und -käufern lag dieser Anteil bei nur vier Prozent.

Starkes regionales Preisgefälle

Im Furttal waren im Zeitraum von 2008 bis 2018 nahezu 80 Prozent der Käuferinnen und Käufer eines Einfamilienhauses 30 bis 50 Jahre alt. Am anderen Ende der Skala ist das Weinland zu finden: Hier wurden nur 71 Prozent der Häuser von Personen in der Familienphase gekauft. Dieser Anteil liegt sogar noch leicht unter jenem in den Grossstädten Zürich und Winterthur. Geht man davon aus, dass die finanziellen Mittel für einen Hauskauf in der Familienphase besonders knapp sind, mag dieser Befund überraschen – denn in keiner anderen Zürcher Region sind Einfamilienhäuser so günstig zu haben wie im Weinland. Während die eigenen vier Wände im vergangenen Jahr kantonsweit im Mittel 1,2 Millionen Franken kosteten, fuhr man im Weinland 300’000 Franken billiger. In der Stadt Zürich lag der Preis für ein durchschnittliches Einfamilienhaus dagegen bei 1,75 Millionen Franken, am Pfannenstiel sogar bei fast 2 Millionen.

Zentral und doch bezahlbar

Betrachtet man die Lage der einzelnen Regionen im Kanton Zürich, so scheint es, dass eine Kombination aus Zentrumsnähe und Preis den Ausschlag gibt für den Kauf eines Einfamilienhauses. Weder Randlagen noch hochpreisige Gebiete sind besonders gefragt bei Menschen in der Familienphase. Das Objekt der Träume liegt zwar möglichst zentral, muss aber gleichwohl erschwinglich sein. Dieser Eindruck bestätigt sich auch beim Handel mit Eigentumswohnungen. Zwischen 2008 und 2018 kauften Leute in der Familienphase im ländlich geprägten Weinland lediglich eine von drei Wohnungen. In den zentraler gelegenen Regionen Zimmerberg und Glattal waren es dagegen mehr als jede zweite.

Weinland bei Pensionierten beliebt

Ganz anders sieht es bei Immobilienkäuferinnen und -käufern aus, die bereits im Rentenalter sind. Im Weinland erwerben sie fast jede vierte Eigentumswohnung. Dieser Anteil ist deutlich höher als in den anderen Zürcher Regionen. In Winterthur-Land sowie am Pfannenstiel kaufen Pensionierte knapp 18 Prozent der Wohnungen, in der Stadt Zürich dagegen nur 12 Prozent. Allerdings handelt es sich in der Regel auch um deutlich andere Käufergruppen: Während im vergangenen Jahr eine durchschnittliche Eigentumswohnung im Weinland 650’000 Franken kostete, musste man für eine Wohnung am rechten Seeufer das Doppelte bezahlen. Bei den Einfamilienhäusern gibt es hingegen geringere regionale Unterschiede. Nahezu in allen Regionen liegt der Anteil der im Pensionsalter gekauften Häuser bei drei Prozent, einzig die Stadt Zürich sowie das Weinland und der Pfannenstiel stechen mit fünf bis sechs Prozent etwas heraus.

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