Länderübergreifende Wirtschaft

18.07.2019 - Mitteilung

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Der Kanton Zürich ist attraktiv für international tätige Unternehmen. Nicht weniger als ein Achtel der Beschäftigten in der Zürcher Wirtschaft arbeitet für den lokalen Ableger eines ausländischen Konzerns. Allerdings fällt dieser Anteil in einigen anderen Kantonen noch höher aus als in Zürich.

Sie betreiben grossflächige Möbelhäuser, schmücken ihre Geschäftshäuser mit bunten Logos oder begegnen einem in Küche und Bad: Bekannte, weltweit tätige Konzerne wie Ikea, Google oder Siemens prägen mit ihren Produkten und Dienstleistungen den Alltag der Zürcherinnen und Zürcher. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von international tätigen Unternehmen, die zwar nicht ganz so grosse Namen tragen, sich aber ebenfalls im Kanton Zürich niedergelassen haben. Je nachdem, was ein Unternehmen anbietet, braucht es Filialen vor Ort. Die Kaffeehauskette Starbucks oder auch der Detailhändler Lidl sind dafür typische Beispiele. Googles Suchdienste sind dagegen fast überall auf der Welt erhältlich, auch wenn der Technologiekonzern längst nicht in allen Ländern sitzt. Trotzdem betreibt er in Zürich einen eigenen Sitz. Wie kommt das? Was zieht die ausländischen Unternehmen hierher? Aus welchen Ländern stammen sie, und wie gross ist ihre Bedeutung als Arbeitgeber im Kanton?

Attraktiver Unternehmensstandort

Mal abgesehen davon, dass manche Unternehmen für ihr Geschäft zwingend ein Filialnetz vor Ort brauchen, ist der Kanton Zürich aus mehreren Gründen attraktiv für internationale Konzerne. Gute institutionelle Rahmenbedingungen, das Schweizer Steuersystem, ein Pool an qualifizierten Fachkräften, die sich über eine hohe Lebensqualität freuen können – all dies sorgt dafür, dass sich Unternehmen hierzulande wohlfühlen. 2015 waren im Kanton Zürich denn auch 118’000 Betriebe registriert. Davon gehörten 3’800 zu einer grösseren multinationalen Unternehmensgruppe mit Hauptsitz im Ausland. Sie beschäftigten zusammen 129’400 Personen, rund ein Achtel der kantonsweit über eine Million Beschäftigten.

2,5 Prozent der Betriebe in ausländischer Hand

Die Konzerntöchter mit Sitz im Kanton Zürich machen rund ein Fünftel aller ausländisch kontrollierten Unternehmen in der Schweiz aus. Gemessen an der Zahl der Beschäftigten, ist ihr Anteil mit mehr als einem Viertel noch grösser. Dennoch ist der Kanton Zürich, was die Bedeutung der internationalen Unternehmen für die regionale Wirtschaft angeht, landesweit nicht in der absoluten Spitzengruppe. 2,5 Prozent der Betriebe, die auf Zürcher Gebiet tätig sind, befinden sich in ausländischer Hand. Im Kanton Zug sind es dagegen beinahe 5 Prozent, und auch die Grenzkantone Genf, Schaffhausen und Basel-Stadt beherbergen, prozentual gesehen, mehr ausländische Unternehmen als der Kanton Zürich.

Deutlich über Schweizer Mittel

Leicht anders präsentiert sich die Rangliste, wenn man nicht die Zahl der Betriebe, sondern jene der Beschäftigten zum Massstab nimmt. Dann schwingt der Kanton Schaffhausen obenaus: Im nördlichsten Kanton arbeiten 17 Prozent der Beschäftigten für ein ausländisches Unternehmen. Auf den nächsten Plätzen folgen wiederum die Kantone Zug und Genf, anschliessend Zürich. Hier beschäftigen multinationale Unternehmen wie erwähnt ein Achtel – knapp 13 Prozent – aller Arbeitskräfte. Im Schweizer Mittel liegt der Wert mit 9 Prozent deutlich tiefer.

Jeder vierte Betrieb stammt aus Deutschland

Die ausländischen Unternehmen im Kanton Zürich stammen aus über 60 verschiedenen Ländern, wobei Deutschland das mit Abstand wichtigste Mutterland ist. Beinahe 1’000 deutsche Unternehmen beschäftigen kantonsweit gut 36’000 Personen. Damit hat rund ein Viertel aller ausländischen Betriebe seine Wurzeln in Deutschland. Ebenfalls sehr bedeutende Mutterländer sind die USA, Frankreich und Grossbritannien. Und der Wirtschaftsgigant China? Er gehört mit 28 Tochtergesellschaften nicht zu den grossen «Playern». Hingegen haben die wenigen chinesischen Unternehmen zusammen 3’500 Beschäftigte im Kanton Zürich, mehr als etwa die Unternehmen aus den Nachbarländern Österreich und Italien.

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