Aktuelle Immobilienpreise und Preise für Wohnbauland sind online

13.03.2019 - Mitteilung

Zurück zu Mitteilungen

Das Statistische Amt hat seine Webapplikationen zu den Immobilienpreisen sowie zu den Preisen für Wohnbauland aktualisiert. Ab sofort können die aktuellen Preise für Einfamilienhäuser wie auch für Eigentumswohnungen nach individuellen Bedürfnissen gefiltert und abgefragt werden. Zudem stehen auch die kommunalen Bodenpreise des Jahres 2018 zur Verfügung. Neben den Preisen, die auf den effektiven Transaktionen beruhen, wurden auch die kantonal harmonisierten Modellpreise aktualisiert. 

Wohnbauland

Unbebautes Wohnbauland wird im Kanton Zürich zunehmend rar. Zum dritten Mal hintereinander lag die Zahl der Transaktionen von unbebautem Land mit 265 Verkäufen unter der Schwelle von 300 Transaktionen. Allerdings wird diese Zahl in den kommenden Jahren noch leicht steigen, da rückwirkend sogenannte Abbruchliegenschaften sowie Grundstücke mit Neben- oder Nichtwohngebäuden zum Wohnbauland hinzukommen werden. Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise 82 Grundstücke, die im Jahr 2017 noch als bebaut galten, rückwirkend zu Bauland umgestuft. Fast ein Drittel aller in unserer Applikation erfassten Wohnbaulandgrundstücke waren zum Zeitpunkt des Verkaufs noch bebaut.

Entwicklung der Bodenpreise von 1974 bis 2018

Die Bodenpreise werden im Kanton Zürich seit 1974 erfasst und statistisch ausgewertet. Durchschnittlich wurde für einen Quadratmeter Wohnbauland im Jahr 2015, dem neusten Jahr mit definitiven Daten, 800 Franken bezahlt, also 134 Franken weniger als noch im Jahr 2014. Somit sind die Preise im Jahr 2015 erstmals seit 2007 gesunken. Der mittlere Preis für Wohnbauland lag sogar nur knapp über dem Niveau des Jahre 2012. Betrachtet man die aktuelleren Jahre, deren Werte noch provisorisch sind, lässt sich aber absehen, dass die Bodenpreise für die Jahre 2016 und 2017 wieder höher ausfallen werden. Vermutlich wird der mittlere Preise sogar noch etwas ansteigen, da weitere Abruchliegenschaften mit tendeziell höheren Quadratmeterpreise zu Wohnbauland hinzugezählt werden.

Kommunale Entwicklungen

Die Entwicklung auf kommunaler Ebene entspricht im Grossen und Ganzen jener im Kanton. In den meisten Gemeinden ist die Zahl der Transaktionen rückläufig. In 55 Gemeinden, das entspricht jeder dritten Gemeinde im Kanton Zürich, wurden im Jahr 2018 gar keine unbebauten Grundstücke gehandelt. Nur noch in den Städten Zürich und WInterthur sowie in Turbenthal wurden zehn oder mehr Transaktionen registriert.

Kommunal betrachtet haben sich die Modellpreise im Jahr 2018 unterschiedlich entwickelt. In 24 Gemeinden sind sie gesunken, am stärksten mit 1,85% in Stallikon. In den übrigen Gemeinden sind sie, wenn auch zumeist nur leicht, gestiegen. Mit 2,21% verzeichnete Niederglatt den grössten Preisanstieg.

Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen

Nach dem deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen von Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr habe sich die Zahlen mit 3'750 Verkäufen auf diesem niedrigeren Niveau stabilisiert. Bei den Einfamilienhäusern hingegen wurden mit 2'328 Verkäufen soviele Transaktionen registriert wie seit fünf Jahren nicht mehr. Somit wurden 2018 insgesamt knapp 6'100 Wohneigentumsobjekte auf dem freien Markt verkauft.

Preisentwicklung von Wohneigentum

Die mittleren Verkaufspreise von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen sind im vergangenen Jahr um rund 3,5% angestiegen. Ein Einfamilienhaus kostete im Schnitt (Median) 1,2 Millionen Franken, eine Eigentumswohnung 930'000 Franken. Der Median beschreibt denjenige Wert, der genau „in der Mitte“ steht, wenn man die Werte der Größe nach sortiert.

Allerdings gab es auch im vergangenen Jahre grosse regionale Preisunterschiede. Während der Medianpreis für Eigentumswohnungen in zwei Gemeinden deutlich unter 500'000 Franken lag, gab es am anderen Ende der Skala zwei Gemeinden, in denen der Medianpreis über 2 Millionen Franken lag. Bei den Einfamilienhäusern ist die Preisspanne noch grösser: In sieben Gemeinden kostete das mittlere Einfamilienhaus mehr als 3 Millionen Franken, während es in sechs anderen Gemeinden für weniger als 750'000 Franken zu haben war.

Unser Webangebot

Die Applikationen zur genaueren Analyse der Boden- und Immobilienpreise im Kanton Zürich finden sich auf unserer Webseite statistik.zh.ch/immomarkt. Die Tools zur Auswertung der Verkäufe von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen erlauben differenzierte Abfragen. Inhaltlich lässt sich die Auswahl nach sieben Kriterien (Verkaufsjahr, Alter des Gebäudes, Zone, Zimmerzahl, Wohnfläche [nur bei EFH], Parzellenfläche [nur bei EFH], Lage des Grundstücks) beliebig eingrenzen. Und auch regional kann die Abfrage auf Ebene der Gemeinden wie auch der Planungsregionen oder der kantonalen Handlungsräume eingegrenzt werden.

Die Applikation zu den Bodenpreisen ermöglicht eine gemeindescharfe Abfrage der Preise für Wohnbauland. Hierbei werden nicht nur die effektiv realisierten Preise, sondern auch harmonisierte Modellpreise angezeigt, die auch dann Werte für Gemeinden mit wenigen Transaktionen ausweisen.

Zudem erscheint auf derselben Seite jeweils in den Monaten Februar, Mai, August und November ein Quartalsbericht zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt.

Datengrundlage

Die Preisangaben basieren auf der kantonalen Handänderungsstatistik, die für den Zeitraum 2007 bis 2018 mehr als 52'000 Verkäufe von Eigentumswohnungen und gut 28'000 Verkäufe von Einfamilienhäusern umfasst. Die Angaben zum Wohnbauland stehen für einen deutlich längeren Zeitraum zur Verfügung. Zwischen 1974 und 2018 wurden knapp 71'500 Verkäufe von Wohnbauland verzeichnet. Neben dem unbebauten Bauland umfasst die Statistik ab 2007 zusätzlich Grundstücke mit sogenannten Abbruchliegenschaften sowie Grundstücke mit Neben- oder Nichtwohngebäuden. Die Daten der Handänderungsstatistik werden rückwirkend für drei Jahre korrigiert, so dass die aktuellen Zahlen stets provisorisch sind.

Zurück zu Mitteilungen