Abseits der Märkte für Bauland

19.08.2019 - Mitteilung

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Wald

Jährlich werden zahlreiche Wald- und Agrarland-Grundstücke gehandelt. Die Analyse des Statistischen Amts beleuchtete den Markt, der ansonsten eher im Schatten der Märkte für Bauland und Immbolien steht.

Zürich ist ein grüner Kanton. 70% der Gesamtfläche sind Landwirtschaftsland oder Wald. Dennoch wird der Handel mit Grundstücken dieser Art weniger beachtet als beispielsweise Kauf und Verkauf von Wohnbauland. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass Landwirtschaftsland nur von Landwirten erworben werden kann. Vor allem aber dürfte der Grund darin zu finden sein, dass die Ertragsmöglichkeiten dieser Grundstücke stark eingeschränkt sind, während der Markt für Wohnbauland wie auch Wohnimmobilien zumindest in den vergangenen Jahr(zehnt)en gewinnversprechend war.

Die Preise für Landwirtschaftsland lagen in den vergangenen 20 Jahren denn auch nahezu konstant bei 6,00 Fr. pro Quadratmeter. Wald ist sogar noch günstiger zu haben. Im Jahr 2018 kostete ein Quadratmeter Wald im Mittel 1,70 Fr., zu den Hochzeiten in den 1980er Jahren hatte der Preis immerhin noch bei 3,50 Fr. gelegen. Zum Vergleich: Der mittlere Preis für Wohnbauland lag 2015, dem aktuellsten, definitiv ausgewerteten Jahr in der Handänderungsstatistik, bei 800 Fr. pro Quadratmeter.

Dennoch werden jährlich zahlreiche Wald- und Agrarland-Grundstücke gehandelt. In beiden Kategorien zusammen wurden in den letzten Jahren rund 400 Verkäufe registriert, wobei die betroffene Fläche zwischen 500 und 600 Hektaren betrug. Aber nicht nur Verkäufe spielen eine Rolle für die Eigentumsübertragung. Beim Wald werden zahlreiche Grundstücke vererbt, beim Landwirtschaftsland zudem im Rahmen von Hofübergaben verschenkt. So verwundert es auch nicht, dass der allergrösste Teil der Käufer Privatpersonen, zumeist Landwirte, sind. Dennoch wurden in den letzten 20 Jahren auch einige Verkäufe von grossen Waldgrundstücken an öffentliche Institutionen registriert. Häufig waren dies aber Geschäfte zwischen Bund, Kanton und Gemeinden und somit keine Verkäufe von Privatpersonen.

Die Analyse ist in einer auf den Wald verkürzten Form auch in der Zeitschrift Zürcher Wald, Ausgabe 4/19 erschienen: http://www.zueriwald.ch/zeitschrift/

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