Wertschöpfung und Produktivität

26.03.2018 - Mitteilung

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Branchen und Grossregionen unterscheiden sich in ihrer Produktivität. Die neueste Publikation des Statistischen Amts liefert Erkenntnisse sowie aktuelle Zahlen und Analysen zum Thema.  

 

Der Kanton Zürich erwirtschaftete im Jahr 2015 eine Wertschöpfung von 136 Milliarden Franken, was 21% der gesamtschweizerischen Wertschöpfung entspricht. Erbracht wurde diese Wirtschaftsleistung von 790'000 Vollzeitäquivalentbeschäftigten bzw. knapp 20% der landesweiten Beschäftigten. Anhand der offiziellen Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) lässt sich die Zusammensetzung der Beschäftigung nach Branchen und Regionen detailliert analysieren. Darauf aufbauend präsentiert das aktuelle statistik.info 2018/02 die disaggregierte Wertschöpfungsstruktur.

Grosses Produktivitätsgefälle zwischen den Branchen

Die in dieser Publikation beschriebene Methodik erlaubt uns, die regionale Produktivität detailliert nach Branchen anzuschauen. In welcher Grossregion wird der Faktor Arbeit am effizientesten in Wertschöpfung umgesetzt? Welche Unterschiede zeigen sich zwischen den Branchen? In der untenstehenden Grafik sind die Grossregionen und Branchen nach ihrer Produktivität geordnet in einem Raster dargestellt. Die Einfärbung folgt ebenfalls dem Mass der Produktivität, wobei rot eine unterdurchschnittliche und blau eine überdurchschnittliche Produktivität signalisiert. Die durchschnittliche Produktivität in der Schweiz beträgt rund 165'000 Franken pro VZÄ und Jahr, was etwa dem Wert der Branche «Handel» in der Nordwestschweiz entspricht. Im Kanton Zürich beträgt die durchschnittliche Produktivität rund 185'000 Franken pro VZÄ und Jahr.

Bemerkenswert ist, dass die Produktivität weit stärker zwischen den Branchen variiert als zwischen den Grossregionen. Die Unterschiede nach Grossregion sind hauptsächlich eine Konsequenz der unterschiedlichen Wirtschaftsstruktur (Branchenmix). Lediglich ein kleiner Anteil der Unterschiede rührt wohl daher, dass der Arbeitsinput an sich unterschiedlich produktiv ist. Dies wiederum wäre mit unterschiedlicher Wissens- oder Technologieintensität in den Grossregionen erklärbar. 

Wertschöpfung detaillierter aufschlüsseln

Üblicherweise wird die Wirtschaftsleistung für die gesamte Schweiz ausgewiesen. Das BFS publiziert jedoch auch Daten zur Wertschöpfung für die einzelnen Grossregionen und Kantone, jedoch nur für wenige grobe Branchenaggregate. Für den Kanton Zürich, mithin den wirtschafts- und bevölkerungsstärksten Kanton der Schweiz, werden jedoch detailliertere Wertschöpfungsdaten verlangt. Deshalb hat das Statistische Amt die offiziellen, aggregierten Daten des BFS anhand eines Verteilschlüssels regional und sektoriell aufgegliedert. Diese Werte sind als Schätzungen zu betrachten und sollen ergänzend zu den Daten des BFS verwendet werden.

Detaillierte Informationen zu Hintergrund, Methodik und Ergebnissen dieser Analyse finden Sie im neuesten statistik.info 2018/02 «Wertschöpfung und Produktivität».

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