Unternehmensdienstleistungen legen am stärksten zu

23.08.2018 - Mitteilung

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Im Jahr 2016 ist die Zahl der Betriebe und Unternehmen sowie die Beschäftigtenzahl im Kanton Zürich weiter angestiegen. Der wachsende Dienstleistungssektor macht hierbei die schrumpfenden Primär- und Industriesektoren erneut mehr als wett. Das stärkste Beschäftigungswachstum verzeichnet das Limmattal.

Insgesamt waren gemäss der Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) im Kanton Zürich rund 105'000 Unternehmen ansässigen. Schweizweit ist diese Zahl erstmals auf über 600’000 angestiegen, womit rund 17% aller Unternehmen im Kanton Zürich beheimatet sind. Gemessen an der Beschäftigung beträgt der Anteil des Kantons Zürich rund 20%.

Dienstleistungssektor wächst weiter

Aufgeschlüsselt nach Wirtschaftssektoren dominiert im Kanton Zürich der Dienstleistungssektor mit über 85% der Arbeitsstätten, Beschäftigten und Unternehmen. Die rückläufige Beschäftigungsentwicklung in den Primär- und Industriesektoren setzte sich auch im Jahr 2016 weiter fort. Das Beschäftigungswachstum der letzten Jahre ist im Kanton Zürich vollumfänglich auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen. Der Rückgang der Industriebeschäftigung ist in den letzten beiden Jahren im Kanton Zürich zügiger vorangeschritten als in der gesamten Schweiz.

Gesundheitswesen ist am beschäftigungsstärksten

Gemessen an der Stellenzahl ist das Gesundheitswesen, das über 50'000 Vollzeitäquivalentstellen (VZÄ) bietet, die bedeutendste Branche im Kanton Zürich. An zweiter Stelle folgt mit "Erziehung und Unterricht" ebenfalls eine staatsnahe Branche. Die Finanzdienstleistungen, die bis vor fünf Jahren die Branchenlandschaft dominiert haben, folgen als drittgrösste Branche mit 47'400 VZÄ. Alle drei Top-Branchen konnten im Jahr 2016 ihre Stellenzahl vergrössern, dies im Gegensatz zu den Branchen Detail- und Grosshandel, die beide einen Rückgang ihrer Vollzeitäquivalentbeschäftigung verzeichneten. Der Handel ist damit eine Ausnahme, alle übrigen Branchen der Top 10 konnten im Jahr 2016 ihre Bedeutung weiter steigern.

Branche Unternehmensdienstleistungen baut am meisten Stellen auf

Das Gesundheitswesen sowie "Erziehung und Unterricht" zählten auch insgesamt zu den Branchen mit der grössten Beschäftigungsdynamik. Einzig die Branche "Unternehmenshauptsitze und -beratung" hat ihre Stellenzahl mit über 1'500 zusätzlichen VZÄ noch stärker ausbauen können. Diese Branche umfasst Dienstleistungen in der Führung und Verwaltung von Unternehmen sowie Unternehmensberatung. Daneben sind auch die Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie um über 1'000 VZÄ angestiegen, wodurch diese Branche ihre Bedeutung im Kanton Zürich weiter verstärkt. Einen deutlichen Rückgang ihrer Stellenzahl musste dahingegen die Branche "Versicherungen, Rückversicherungen" verzeichnen, in der im Jahr 2016 über 1'300 VZÄ verschwanden. Ebenfalls einen rückläufigen Trend weist die Branche Grosshandel auf, die bereits im Vorjahr einen deutlichen Beschäftigungsrückgang verzeichnete.

Limmattal wächst am stärksten

Das stärkste Wachstum der VZÄ verzeichnete im Jahr 2016 das Limmattal mit über 2.5%, was mehr als 1'000 VZÄ entspricht. Ein stärkerer Anstieg der Anzahl VZÄ wurde im Glattal mit 2'300 und in der Stadt Zürich mit 3'500 VZÄ gemessen. In den Regionen Zimmerberg und Pfannenstiel lässt sich dagegen ein geringer Rückgang feststellen, dieser ist jedoch sowohl relativ als auch absolut betrachtet sehr gering.

Informationen zur Erhebung

Die Statistik der Unternehmensstruktur liefert zentrale Informationen zur Struktur der Schweizer Wirtschaft. Sie wurde erstmals im Jahr 2011 erhoben und ersetzt die Betriebszählung (BZ), die 2008 zum letzten Mal durchgeführt wurde. Die STATENT erfasst alle Unternehmen, die verpflichtet sind, für ihre Angestellten bei einem Mindesteinkommen von jährlich CHF 2'300 AHV-Beiträge zu bezahlen. Die Auswertungseinheiten sind die Arbeitsstätte und das Unternehmen (institutionelle Einheit). In der STATENT werden die (unselbstständigen und selbstständigen) Beschäftigten ausgehend vom AHV-pflichtigen Lohn erhoben. Für die Beschäftigung in Vollzeitäquivalenten wird das Arbeitsvolumen sämtlicher Voll- und Teilzeitbeschäftigten, das normalerweise in Arbeitsstunden gemessen wird, in Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.

Berechnung der Vollzeitäquivalente (VZÄ) und Revision des VZÄ-Schätzmodells
Die Ergebnisse zu den VZÄ für die Referenzjahre 2015 und 2016 werden mit einem neuen Modell zur Schätzung der Beschäftigung in VZÄ für die STATENT berechnet. Diese Änderung führt zu einem Bruch in der Zeitreihe zwischen 2014 und 2015. Die Berechnung der Vollzeitäquivalente erfolgt auf der Grundlage eines Schätzmodells, das im Wesentlichen auf Lohnangaben der AHV nach Branchen und Geschlecht basiert.

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