Deutlich weniger Wohnungs(ver-)käufe

23.03.2018 - Mitteilung

Zurück zu Mitteilungen

Der Verkauf von Wohneigentum im Kanton Zürich hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang erlebt. Die Auswertung der kantonalen Handänderungsstatistik zeigt, dass 2017 nur knapp mehr als 6'000 Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen verkauft worden sind. Dies sind rund 1'000 Verkäufe weniger als im vergangenen Jahr.  Einen detaillierten Blick erlaubt die Webapplikation zu den Verkäufen von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen im Kanton Zürich

Rückgang bei den Eigentumswohnungen

Der Rückgang um rund 1'000 Verkäufe geht alleine auf das Konto der Eigentums-wohnungen. Während die Zahl der verkauften Einfamilienhäuser seit Jahren annähernd stabil ist und zwischen 2'200 und 2'350 liegt, wurden im vergangenen Jahr nur rund 3'750 Eigentumswohnungen verkauft, also rund 1'000 Wohnungen weniger als in den beiden Vorjahren. Letztmals rückläufig waren die Verkaufszahlen im Jahr 2014, aber auch damals wurden noch deutlich mehr als 4'000 Wohnungen gehandelt. Weniger Verkäufe als 2017 wurden bei den Eigentumswohnungen zuletzt nur 2004 registriert.

Weniger Neubauten im Kanton

Dieser Rückgang bei den Verkaufszahlen der Eigentumswohnungen ist insbesondere auf geringere Verkaufszahlen von Neubauten zurückzuführen. Während in den vergangenen Jahren zwischen 46% und 55% aller verkaufter Wohnungen zum Zeitpunkt des Verkaufs höchsten 2 Jahre alt waren, waren es im vergangenen Jahr weniger als 40%. Zwar mag diese Beobachtung aufgrund der zahlreichen Baustellen und Kräne im Kanton Zürich zunächst verwundern, aber sie entspricht den Erkenntnissen aus der Analyse der Bauentwicklung im Kanton Zürich. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der neugebauten Wohnhäuser um beinahe 20% zurückgegangen. Entsprechend ist auch die Zahl der Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern um rund 2'000 auf weniger als 9'000 Wohnungen gesunken. Somit ist nachvollziehbar, dass die Anzahl Transaktionen beim Stockwerkeigentum deutlich gesunken ist. Allerdings deutet die Anzahl projektierter Wohnungen, deren Fertigstellung im laufen Jahr geplant ist, darauf hin, dass dieser Rückgang nur vorübergehend sein wird.

Konstante Preisentwicklung

Die Preise scheinen von dieser Entwicklung aber nahezu unbeeindruckt. Sie steigen bei Einfamilienhäusern (EFH) wie auch bei Wohnungen im Stockwerkeigentum (STW) stetig weiter und liegen mittlerweile rund 45% über den Preisen, die im Jahr 2008 im Mittel gezahlt wurden. Eine Beruhigung des Preisanstiegs, der sich im letzten Jahr angedeutet hat, ist mittlerweile nicht mehr zu beobachten. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,5% (EFH) und 3,0% (STW) angestiegen.

Regionale Unterschiede

Der Immobilienmarkt hat sich in den elf Regionen des Kantons Zürich im vergangenen Jahr unterschiedlich entwickelt. Während in der Stadt Zürich sowie den westlich angrenzenden Regionen Furttal und Limmattal die Verkaufszahlen um ein Drittel und im Knonaueramt um ein Viertel eingebrochen sind, sind sie in der Region Zimmerberg um knapp 10% und auch im Winterthur und Umgebung sowie in der Region Pfannenstiel leicht gestiegen.

In den meisten Regionen und besonders in der Stadt Zürich wurden vornehmlich Eigentumswohnungen gehandelt. Anders sah es im Jahr 2017 in der ländlich geprägten Region Weinland aus. Hier waren rund zwei Drittel aller gehandelten Objekte Einfamilienhäuser. Im Knonaueramt sowie in der Region Winterthur und Umgebung wurden in etwa gleich viele Eigentumswohnungen wie Einfamilienhäuser verkauft.

Die Applikation zur Auswertung der Einfamilienhaus- und Eigentumsverkäufe erlaubt weiter differenzierte Abfragen. Inhaltlich lässt sich die Auswahl nach sieben Kriterien (Verkaufsjahr, Alter des Gebäudes, Zone, Zimmerzahl, Wohnfläche [nur bei EFH], Parzellenfläche [nur bei EFH], Lage des Grundstücks) beliebig eingrenzen. Und auch regional kann die Abfrage auf Ebene der Gemeinden, wie auch der Planungsregionen oder der kantonalen Handlungsräume eingegrenzt werden.

Zürcher Immobilienmarkt

Die Applikationen zur Auswertung der Verkäufe von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen auf unserer Webseite statistik.zh.ch/immomarkt erlauben differenzierte Abfragen. Inhaltlich lässt sich die Auswahl nach sieben Kriterien (Verkaufsjahr, Alter des Gebäudes, Zone, Zimmerzahl, Wohnfläche [nur bei EFH], Parzellenfläche [nur bei EFH], Lage des Grundstücks) beliebig eingrenzen. Und auch regional kann die Abfrage auf Ebene der Gemeinden, wie auch der Planungsregionen oder der kantonalen Handlungsräume eingegrenzt werden.

Eine weiter Appliaktion ermöglicht eine gemeindegenaue Abfrage der Preise für Wohnbauland. Zudem erscheint auf der selben Seite jeweils in den Monaten März, Juni, September und Dezember ein Quartalsbericht zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt.

Zurück zu Mitteilungen