War Ihre Wohngemeinde beim Zuzugsentscheid Wunschwohnort?

30.11.2017 - Mitteilung

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Resultate aus der Zu- und Wegzugsbefragung 2016

Wohnen Sie in einem kinderfreundlichen Quartier, hat es in Ihrer Gemeinde ausreichend Freiflächen für die Bevölkerung, also Spazierwege, öffentliche Plätze und weitere Aufenthaltsmöglichkeiten? Oder leben Sie in einer umtriebigen Gemeinde und ist Ihnen die Nähe zum Arbeitsort oder zum nächsten Stadtzentrum wichtiger?

Befragung von 8'000 Personen

Diese und zahlreiche weitere Fragen wurden allen volljährigen Personen gestellt, welche im Jahr 2016 in eine ausgewählte Gemeinde zu- oder von ihr weggezogen sind. Insgesamt sind über 28'000 Personen in vierzehn Gemeinden angeschrieben worden, 29% der Befragten haben den Fragebogen wieder zurückgeschickt. Die Antworten vermitteln ein detailliertes Bild von den Vorzügen und Nachteilen einer Wohngemeinde aus der Sicht der Zu- und Wegzüger. Sie geben Einsicht in die Gründe, welche zum Umzugsentscheid geführt haben, zeigen auf, welche Standortfaktoren für die Wohnortswahl entscheidend waren, und geben Aufschluss über den ersten Eindruck, welche die Zuzüger von ihrem neuen Wohnort gewonnen haben. Die gleichen Aspekte sind von den Wegzügern rückblickend bewertet worden.

Acht Themenschwerpunkte vermitteln ein detailliertes Bild

Durch den Vergleich der Resultate aus der Zu- und Wegzugsbefragung konnten für jede Gemeinde thematische Stärken-Schwächenprofile erstellt werden. Die Gemeindeprofile umfassen folgende allgemeinen Themen: Siedlungsstruktur, Sauberkeit und Sicherheit, die Qualität und Preise der Immobilien, die Verkehrsanbindung, Freizeit-, Kultur- und Einkaufsangebote, Ruhe und Natur, Sozialstruktur in der Gemeinde, die Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder sowie die eigene Bereitschaft zum Engagement in der Gemeinde.

Stärken-Schwächenprofil des Themas Verkehrsanbindung

Hohe Gesamtzufriedenheit mit der neuen Wohnsituation

87% der Zuzüger sind mit der neuen Wohnsituation zufrieden. Die Unterschiede zwischen den Gemeinden sind mit 9 Prozentpunkten relativ klein. Dies weist darauf hin, dass die Standortvorzüge die Schwächen überwiegen und die Wohnqualität insgesamt hoch ist. Und zwar unabhängig davon, ob es sich bei der Zuzugsgemeinde um eine abgelegene Landgemeinde oder eine zentral gelegene Agglomerationsgemeinde handelt.

Die wichtigsten Gründe für die Wohnortswahl

Die wichtigsten Gründe für die Wohnortswahl über alle Gemeinden betrachtet sind die Güte und das Preis-Leistungs-Verhältnis des Wohnobjekts, die Nähe zum Arbeit- oder Studienort und die Nähe zu Freunden und Familie, also die Verwurzelung in der Region. Umso triftiger waren die Zuzugsgründe in Gemeinden, in denen diese Aspekte nicht im Vordergrund standen: Nach Rümlang oder Zug beispielsweise zog man im Jahr 2016 nicht in erster Linie wegen der Güte des Wohnobjekts. Dafür standen in Rümlang die Nähe zu Freunden und Familie und in Zug der akzeptable Steuerfuss im Vordergrund.

Attraktivität der Standortfaktoren im Durchschnitt über alle Gemeinden

Engagierte persönliche Voten der Zu- und Wegzüger

Die individuellen Rückmeldungen zu den Fragen «Was hat Ihnen an Ihrer Wohngemeinde speziell gefallen» und «Was könnte Ihre Wohngemeinde noch attraktiver machen» können den Gemeindebehörden Hinweise bieten, wo denn bei einem im Vergleich zu den anderen Gemeinden unterdurchschnittlichen Abschneiden eines Standortfaktors der Schuh genau drückt. Aus Rümlang tönt es dann so: «Etwas, was wahrscheinlich unmöglich wird, und zwar den Fluglärm komplett verschwinden lassen.»  und in der Stadt Gossau wünscht man sich «weniger Verkehr». Gleichzeitig ist es eine Möglichkeit, Lob und Wertschätzung gegenüber der ehemaligen Wohngemeinde zu äussern, auch oder gerade wenn man mittlerweile weggezogen ist. Das klingt dann in Rümlang idyllisch: «Obschon der Flughafen so nah ist und der Verkehr so gut vernetzt, durfte ich in einem sehr ruhigen Quartier wohnen, umgeben von Grün, kleineren Spielplätzen, individuell aufgebauten Gebäuden.» und in Gossau nach den Vorzügen einer eigenständigen Stadt: «Es hat viel Natur und trotzdem ist man schnell im Zentrum. Es hat viele Einkaufsmöglichkeiten und gute Restaurants.»

Nächste Durchführung im Jahr 2019

Die Befragung ist als Benchmarkingprojekt durchgeführt worden, an dem vierzehn grössere Gemeinden und Städte in den Kantonen Aargau, St.Gallen, Zug und Zürich teilgenommen haben. Die Resultate sind öffentlich und im Gesamtbericht zusammengefasst, der das Statistische Amt auf seiner Website publiziert hat.

Die nächste Befragung findet im Jahr 2019 statt. An einer Teilnahme interessierte Gemeinden ab 7'000 Einwohner und Städte stellen wir auf Anfrage gerne die Projektunterlagen zu.

Berichte:

- Gemeindebenchmarking Zu- und Wegzugsbefragung Gesamtbericht 2016

- Individualbericht auf der Website der Stadt Baden 

 

 

 

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