Unternehmensmobilität unter der Lupe

17.06.2016 - Mitteilung

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In den letzten zehn Jahren sind mehr Unternehmen aus dem Kanton Zürich in andere Regionen der Schweiz gezogen als umgekehrt. Auch der Zuzug von ausländischen Unternehmen hat sich in jüngster Zeit abgeschwächt. Dies zeigt eine Auswertung von Unternehmensdaten aus den Jahren 2005 bis 2013.

Mit dem Zu- und Wegzug von Unternehmen kommen und verschwinden Arbeitsplätze, Steuersubstrat und Know-how. Es ist deshalb von Interesse zu wissen, wie hoch die Firmenmobilität ist und welche Art von Unternehmen sie hauptsächlich betrifft. Eine Auswertung von Unternehmensdaten für den Zeitraum zwischen 2005 und 2013 erlaubt dazu Einsichten aus der Perspektive des Kantons Zürich.

Den vollständigen Artikel finden Sie im aktuellen Wirtschaftsmonitoring des Amts für Wirtschaft und Arbeit.

Nachfolgend werden die bilateralen Umzugsbewegungen von Unternehmenshauptsitzen und Arbeitsplätzen vom Kanton Zürich mit den übrigen Kantonen und dem Ausland abgebildet.

Mobilität von Unternehmen (Hauptsitze)

Insgesamt ist der Wanderungssaldo von Unternehmenshauptsitzen im Kanton Zürich zwischen 2005 und 2013 negativ. Es sind damit mehr Unternehmenshauptsitze in andere Kantone abgewandert als zugewandert. Demgegenüber ist der Wanderungssaldo mit dem Ausland positiv.

Die Darstellung zeigt den Zu- und Wegzug von Unternehmen aus Sicht des Kantons Zürich. Graue Verbindungen bedeuten, dass eine Nettozuwanderung in den Kanton Zürich erfolgte, farbige Verbindungen bedeuten eine Nettoabwanderung. Die Breite der Verbindung entspricht der Anzahl abgewanderter Unternehmen.

Quelle: Bundesamt für Statistik, Betriebszählung, Statent;
Berechnungen und Grafik: Statistisches Amt Kanton Zürich
  

Mobilität von Arbeitsplätzen

Insgesamt ist der Wanderungssaldo von Arbeitsplätzen im Kanton Zürich zwischen 2005 und 2013 negativ. Es sind damit mehr Arbeitsplätze in andere Kantone abgewandert als zugewandert. Demgegenüber ist der Wanderungssaldo mit dem Ausland positiv.

Die Darstellung zeigt den Zu- und Wegzug von Arbeitsplätzen aus Sicht des Kantons Zürich. Graue Verbindungen bedeuten, dass eine Nettozuwanderung in den Kanton Zürich erfolgte, farbige Verbindungen bedeuten eine Nettoabwanderung. Die Breite der Verbindung entspricht der Anzahl abgewanderter Arbeitsplätze.

Quelle: Bundesamt für Statistik, Betriebszählung, Statent;
Berechnungen und Grafik: Statistisches Amt Kanton Zürich

Methode und Datengrundlage

Grundlage dieser Auswertung ist für die Jahre 2005 bis 2008 die Betriebszählung (BZ) und ab 2011 die Statistik der Unternehmensstruktur (Statent) des Bundesamts für Statistik. In diesen Erhebungen werden alle in der Schweiz tätigen Unternehmen und ihre zugehörigen Betriebe erfasst. Anhand einer anonymisierten Identifikationsnummer können die Unternehmen und Betriebe über die Zeit verfolgt werden. Dadurch wird ersichtlich, ob ein Unternehmen zwischen zwei Erhebungszeitpunkten den Sitzkanton wechselt. Als Hinweis auf die Zu- und Abwanderung von ausländischen Unternehmen wurde die neue Registration beziehungsweise das Verschwinden einer ausländischen Zweigniederlassung gedeutet.

Durch die Unternehmensstatistik werden Unternehmenshauptsitze (institutionelle Einheiten) und Betriebe (Arbeitsstätten) erhoben. Ein Unternehmenshauptsitz ist eine juristisch selbstständige Einheit. Sie kann somit mehrere Betriebe in verschiedenen Kantonen umfassen. In jeder Arbeitsstätte arbeitet eine bestimmte Anzahl von Beschäftigten. Im vorliegenden Artikel wird immer die vollzeitäquivalente Beschäftigung, also die auf Vollzeitstellen hochgerechnete Beschäftigung berücksichtigt.

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