Treibstoffverbrauch im Kanton Zürich

23.07.2013 - Mitteilung

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Treibstoff

2010 verbrauchte die Bevölkerung des Kantons Zürich gut 600 Millionen Liter Benzin und Diesel, um ihre privaten Autos und Motorräder anzutreiben. Dabei stiessen alle Fahrzeuge zusammen rund 1.5 Millionen Tonnen CO2 aus. Dies zeigt eine Sonderauswertung der Repräsentativbefragung «Mikrozensus Mobilität und Verkehr» zum Treibstoffverbrauch des motorisierten Individualverkehrs.

Die Zürcherinnen und Zürcher legen jeden Tag durchschnittlich 20 Kilometer mit dem Auto oder Motorrad zurück. Um ihre Privatfahrzeuge anzutreiben, verbrennen sie pro Kopf und Tag rund 1.3 Liter Benzin oder Diesel. Zusammen verbrauchten sie im Jahr 2010 gut 600 Millionen Liter Treibstoff. Würde man diese Menge in Mineralöl-Kesselwagen abfüllen und alle Wagen zu einem langen Güterzug zusammenkoppeln, so reichte dieser Zug von Zürich nach Bern.

Bei der Verbrennung von Benzin oder Diesel entsteht unter anderem das Treibhausgas CO2. So führte der Treibstoffverbrauch der Zürcher Privathaushalte 2010 zu einem CO2-Ausstoss von rund 1.5 Millionen Tonnen, das sind knapp 1.2 Tonnen pro Person und Jahr. Auf den motorisierten Individualverkehr (MIV) entfällt dabei rund ein Viertel aller CO2-Emissionen – der Rest stammt aus dem Benzin- und Dieselverbrauch des übrigen Strassenverkehrs, etwa des Güterverkehrs, sowie aus der Verbrennung von Heizöl und Erdgas.

Der MIV hat in den Städten einen kleineren Marktanteil als in ländlichen Regionen. Deshalb erstaunt es nicht, dass die Bevölkerung Zürichs und Winterthurs im Schnitt weniger als einen Liter Treibstoff pro Tag verbraucht, während der Pro-Kopf-Verbrauch auf dem «Land» teils deutlich über dem kantonalen Mittel von 1.3 Litern liegt.

Gemessen am Treibstoffverbrauch ist der MIV auf den Zürcher Strassen zu rund zwei Dritteln hausgemacht, das heisst er geht auf Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zurück, die ihren Wohnsitz im Kanton Zürich haben. Ein Drittel stammt dagegen von Leuten, die in einer anderen Landesgegend wohnen. Dasselbe gilt natürlich auch für die dabei entstehenden CO2-Emissionen.

Der Treibstoffverbrauch der Zürcher Bevölkerung lässt sich ziemlich genau dritteln: Das erste Drittel dient der Fortbewegung in der Freizeit, mit dem zweiten Drittel pendeln die Zürcherinnen und Zürcher an ihren Arbeitsplatz oder zur Ausbildungsstätte, und das letzte Drittel schliesslich brauchen sie für andere Zwecke, etwa zum Einkaufen.

Das Tankverhalten einer Person hängt unter anderem mit ihren Lebensumständen zusammen: Statistisch gesehen verbraucht am meisten Treibstoff, wer erwerbstätig ist und in einem Paarhaushalt oder in einer Kleinfamilie lebt. Ausserdem wächst der persönliche Treibstoffverbrauch mit dem Haushaltseinkommen sowie mit der Zahl der Autos, die im Haushalt zur Verfügung stehen.

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