Bevölkerung mit Migrationshintergrund

03.07.2013 - Mitteilung

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Zwei Fünftel der Zürcherinnen und Zürcher ab 15 Jahren haben einen Migrationshintergrund, bei der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen ist es sogar die Hälfte. Dies zeigt eine neue Studie des Statistischen Amts zur Strukturerhebung 2011.

Im Kanton Zürich haben rund 456'000 Personen oder zwei Fünftel der ständigen Wohnbevölkerung ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Sie setzen sich zusammen aus rund 280‘000 Ausländerinnen und Ausländern der ersten oder zweiten Generation sowie aus 176‘000 Schweizerinnen und Schweizern mit Migrationshintergrund. Letztere sind meist Eingebürgerte. Von 100 Personen mit Migrationshintergrund sind also etwa 60 ausländischer und 40 schweizerischer Staatsangehörigkeit. Auf der anderen Seite haben rund 669'000 Personen keinen Migrationshintergrund. Es sind dies fast ausschliesslich gebürtige Schweizerinnen und Schweizer mit mindestens einem im Inland geborenen Elternteil.

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist im Schnitt deutlich jünger als jene ohne, nämlich um rund fünf Jahre. Dies schlägt sich auch in der Altersstruktur der Bevölkerung nieder: Bei den 25- bis 44-Jährigen hat jede zweite Person einen Migrationshintergrund, bei den 15- bis 24- und bei den 45- bis 64-Jährigen etwa jede dritte. Unter den Pensionierten beträgt der Anteil hingegen nur ein Viertel. Das Geschlechterverhältnis ist an sich etwa ausgeglichen – das ändert sich allerdings, wenn man die Staatsangehörigkeit mitberücksichtigt. Bei den Schweizerinnen und Schweizern mit Migrationshintergrund sind die Frauen in der Mehrheit, während es bei der ausländischen Bevölkerung die Männer sind.

Der Kanton Zürich hat im schweizerischen Vergleich einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, nur in den Kantonen Genf, Basel-Stadt, Tessin und Waadt ist er noch höher. Nicht nur innerhalb des Landes, sondern auch innerhalb des Kantons sind die Unterschiede gross: Einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund weisen die urbanen Regionen Limmattal, Zürich und Glattal-Furttal auf, einen niedrigen die eher ländlichen Regionen Weinland, Knonaueramt und Oberland.

Datenquelle der vorliegenden Studie ist die Strukturerhebung 2011 des Bundes, eine Stichprobenerhebung. Die Zürcher Daten basieren auf der Befragung von rund 36‘000 im Kanton Zürich wohnhaften Personen ab 15 Jahren. Um zu Aussagen über die gesamte Bevölkerung ab 15 Jahren zu gelangen, muss man die erfassten Informationen aus der Stichprobe hochrechnen, was stets mit einer gewissen Unsicherheit verbunden ist.

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