Mehr Wohnfläche dank Verdichtung

03.10.2011 - Mitteilung

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Verdichtetes Bauen

Rund eine Million Quadratmeter zusätzliche Wohnfläche sind in der Stadt Zürich zwischen 2000 und 2009 durch Verdichtung im bereits überbauten Gebiet geschaffen worden. Rund drei Fünftel davon entstand an Stelle ehemaliger Industrie- und Gewerbebauten, rund zwei Fünftel durch den Ersatz von Wohnbauten. Durch innere Verdichtung geschaffene Wohnflächen trugen zwei Drittel zur gesamten Wohnflächenzunahme bei. Das Bevölkerungswachstum der Stadt Zürich im letzten Jahrzehnt wurde somit massgeblich durch innere Verdichtung ermöglicht.

Verdichtung ist ein viel diskutiertes Thema, zu dem es aber noch wenig detaillierte Fakten gibt. Im Auftrag der Stadtentwicklung Zürich hat das Statistische Amt des Kantons Zürich eine Auswertung erstellt. Sie gibt für die Jahre 2000 – 2009 erstmals einen statistischen Überblick zur Verdichtung in der Stadt Zürich.

Eine Million Quadratmeter zusätzliche Wohnfläche durch Verdichtung

Durch Verdichtung sind in der Stadt Zürich zwischen 2000 und 2009 eine Million Quadratmeter zusätzliche Wohnfläche geschaffen worden. Dies entspricht gegen 10 000 Neubauwohnungen von gut 100 Quadratmetern Wohnfläche. 0.61 Millionen Quadratmeter Wohnfläche entstanden an Stelle ehemaliger Industrie- und Gewerbebauten und 0.38 Millionen Quadratmetern aus Ersatzneubauten. Zum Vergleich: Durch Neuüberbauung von unbebautem Land und durch Umbau bestehender Gebäude entstanden in der gleichen Zeit 0.48 Millionen Quadratmeter Wohnfläche. Damit sind zwei Drittel der gesamten Wohnflächenzunahme auf die innere Verdichtung der Stadt zurückzuführen.

Vergleichsweise wenige Ersatzneubauten

Ersatzneubauten haben von 2000 bis 2009 zwar für 0.38 Millionen Quadratmeter zusätzliche Wohnfläche gesorgt. Trotzdem fiel der Ersatzneubau im Vergleich zum Gesamt-Wohnungsbestand bescheiden aus: Im Durchschnitt wurde von 2003 bis 2010 nur eine von 536 Wohnungen pro Jahr ersetzt. Wenn es aber zu Ersatzneubau kam, resultierte daraus eine beträchtliche Verdichtung: durchschnittlich erhöhte sich die Wohnungszahl in den Ersatzneubauten um den Faktor 1,2, die Wohnfläche stieg um den Faktor 2,1 und die Anzahl Bewohnende um den Faktor 1,5.

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